- 1885 gründet Hans Kleindienst Maschinenfabrik
- 2000 Fusion mit Wesumat Holding AG zu WashTec AG
- Weltmarktführer bei Waschanlagen für Fahrzeuge
Augsburg (prc) – Von einer kleinen Maschinenfabrik zum führenden Hersteller von Fahrzeug-Waschanlagen – das ist die Geschichte der Augsburger WashTec AG. Dieses Jahr feiert das Unternehmen ein 120-jähriges Jubiläum. Angefangen hat alles mit dem 1885 von Hans Kleindienst gegründeten Betrieb in Augsburg. Er stellte Maschinen für Großwäschereien her, später auch Aufzüge und dann Autowaschanlagen. 2000 entstand durch die Fusion von California Kleindienst mit der WESUMAT Holding AG die WashTec AG – weltweite Nummer Eins für Fahrzeugwaschanlagen mit einmaliger Kompetenz in Design, Fertigung und Service. Pünktlich zum Jubiläum meldet das Unternehmen ein erfolgreiches Jahr 2004 mit einem Gewinn vor Steuern von einer Million Euro, der Auftragsbestand ist höher als im Vorjahr. WashTec wird seine Marktoffensive fortsetzen und sein Produktportfolio erweitern – für ein starkes und weiterhin zukunftsfähiges Unternehmen.
Die Ursprünge der Unternehmensgruppe
1885 gründet der gelernte Dreher Hans Kleindienst mit zwei Bekannten im Kurzen Sachsengässchen in Augsburg die Kleindienst GmbH & Co. Sie bauen Maschinen für Korsett-Teile. Ein Jahr später beschäftigt der Betrieb bereits sechs Arbeiter. Zwölf Jahre nach der Gründung ist Hans Kleindienst wieder alleiniger „Werkmeister, Kaufmann und Techniker“, wie er selbst rückblickend schreibt. Nach der Jahrhundertwende zieht das Unternehmen auf das große Gelände einer insolventen Gießerei in der Argonstraße um. Hans Kleindienst ersinnt neue Maschinen, um die Arbeit in den Wäschereien zu vereinfachen. Der Saumanfeuchter, die Krageneck-Plättmaschine sowie die Manschetten-Presse kommen auf den Markt. Aus der kleinen Werkstatt ist längst eine bekannte Maschinenfabrik geworden. Auch als Aufzug-Bauer macht sich das Unternehmen seit damals einen Namen. Nach dem Zweiten Weltkrieg sind vier Fünftel der Fabrik zerstört, doch bald werden wieder Wäschereimaschinen produziert. Die neue Karussellpresse entwickelt sich zum Renner, zählt über vier Jahrzehnte hinweg zur Erstausrüstung fast jeder Wäscherei. Innovative automatische Funktionen machen die Maschinen leistungsfähiger. Kleindienst verkauft weltweit.
1964 wagt sich das Unternehmen auf ein neues Feld vor, denn damals entdecken die Deutschen das Auto und immer mehr Fahrzeuge wollten gepflegt werden. Doch Handarbeit ist teuer und die Grundstückpreise für eine klassische Wasch-straße sind zu hoch. Kleindienst entwickelt eine Autowasch-anlage mit minimalem Platzbedarf: Die erste elektrisch an-getriebene Drei-Bürsten-Portal-Waschanlage – eine echte Sensation. Bald gibt es dazu einen separaten Trockner. Mit zahlreichen Innovationen, wie Rad-, und Unterbodenwäsche oder Lackschutzoptionen, wird die maschinelle Autowäsche immer weiter verbessert. Kleindienst ist Spitzenreiter in Europa, jede zweite Autowaschmaschine kommt aus Augsburg. Der Anteil der Handwäscher nimmt rapide ab. Das Unternehmen entwickelt weiter und wird Marktführer bei Waschstraßen und Waschanlagen für Nutzfahrzeuge.
Kleindiensts Vorstoß in die Datentechnik
Anfang der 70er Jahre stellt der Spezialist für Mechanik mit dem Belegleser wieder ein neues Produkt vor – und stößt damit in die Welt der elektronischen Datenverarbeitung vor. Der Unternehmensbereich Datentechnik entsteht. Banken und Verwaltungen, Verbände und Konzernzentralen gehören zu den Kunden. Rechner, Drucker, Datenspeicher sowie Anlagen zur Mikroverfilmung werden entwickelt. Aus dem Kleindienst-Belegleser entsteht ein eigenständiges System mit ungewöhnlich günstigem Preis-Leistungsverhältnis. Das elektronische Know-How wird auch in den Waschanlagen eingesetzt und ermöglicht Anwendungen, die die reine Mechanik nicht schaffen kann.
Parallele Entwicklung der WESUMAT Fahrzeugwaschanlagen GmbH
Wesumat ist ebenfalls ein Experte in Sachen Reinigungs-Technologie für Transportsysteme. 1962 präsentierte die Augsburger Erfindergemeinschaft Weigele-Sulzberger die erste vollautomatische Bürstenwaschanlage, die sich in bestehende Waschhallen einbauen lies. Bis zum Jahre 1968 lies die Gemeinschaft über 4000 Waschanlagen in Lizenz bei MBB fertigen. Zwei Jahre später nimmt die WESU Weigele GmbH & Co. KG die eigene Fertigung ihrer Maschinen auf. 1973 wird dann die WESUMAT Autowaschanlagenvertriebs GmbH in Düsseldorf gegründet und alle Vertriebsaktivitäten fanden von dort aus statt. Später wurden die beiden Firmen zusammengelegt und Produktion und Vertrieb wurden gemeinsam von Augsburg aus gesteuert. Kontinuierliches Wachstum von WESUMAT begründete 1997 den Börsengang des Unternehmens.
Firmenfusionen beeinflussen die Geschichte maßgeblich
In den 80er Jahren kommt Kleindienst unter das Dach der Osorno-Investorengruppe und wird 1996 mit der California Rohé GmbH zu California Kleindienst verbunden. Das neue Unternehmen führt die Kernkompetenz Waschanlagenbau erfolgreich weiter und verteidigt die Marktführerschaft in Deutschland und der Welt. Im Millenniumsjahr 2000 fusionieren California Kleindienst und die Wesumat Holding AG zur WashTec AG. Bei den vielen Firmenzusammenschlüssen gingen die neu gegründeten Unternehmen immer in der ursprünglichen Kleindienst GmbH & Co. KG auf. Deshalb kann man auch von einer 120 jährigen Geschichte WashTecs sprechen.
Heute stellt die WashTec Gruppe eine komplette Produktpalette von Reinigungssystemen für PKW, LKW und Busse sowie Wasserrückgewinnungssysteme her. Neueste Technologie und hochwertige Qualitätskomponenten verbinden die Augsburger dabei in bewährter Weise „Made in Germany“, zu wertstabilen Anlagen mit geringen Ausfallzeiten. Mit einer Vielzahl von Innovationen untermauert das Unternehmen immer wieder seine Marktführerschaft. Die Neuentwicklungen reichen von der zur Zeit schnellsten Portalwaschanlage "SoftCare Juno", die in 2,5 Minuten einen PKW waschen und trocknen kann, über die patentierte Lineartechnik für Waschstraßen, die einen höheren Durchsatz bei gleichbleibender Reinigungswirkung ermöglicht, bis zum revolutionären Bürstenmaterial SofTecs, das keinerlei Abriebspuren auf Fahrzeuglacken hinterlässt, wie eine Studie des ADAC belegt.
Die WashTec-Firmengruppe ist heute weltweit in mehr als 55 Ländern mit Tochtergesellschaften und Händlerorganisationen präsent und erzielt 56% ihres Umsatzes im Ausland.
Weltweit sind über 28.800 Portalwaschanlagen, über 1.450 Waschstraßen sowie 2.650 Nutzfahrzeug-Waschanlagen von WashTec installiert. Mehr als 2.000.000 Fahrzeuge werden täglich mit WashTec-Technologie gereinigt. 2005 wird WashTec seine Markt- und Produktoffensive fortsetzen. Unter anderem ist die Entwicklung weiterer Waschanlagen geplant, um das Produktportfolio abzurunden. Für ein reibungsloses Geschäft bietet WashTec einen First-Class-Service. Allein in Deutschland sind mehr als 250 mobile Techniker rund um die Uhr bereit.
Nach einer unbefriedigenden Geschäftsentwicklung in 2003 hat WashTec ein Restrukturierungsprogramm gestartet. Der Erfolg der Maßnahmen ist bereits sichtbar – pünktlich zum Jubiläum hat das Unternehmen die Verlustzone verlassen. Im erfolgreichen Geschäftsjahr 2004 wurde ein Gewinn vor Steuern von einer Million Euro erwirtschaftet, der Auftragsbestand ist höher als im Vorjahr.
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